Virtuelle Kopfschmerzen

Der neue Blockbuster “Avatar” von James Cameron ruft bei einigen Kinobesuchern nicht nur körperliche Reaktionen wie Begeisterung oder Sentimentalität hervor, sondern auch Kopfschmerzen.

Der Grund: Beim Betrachten der 3D-Version des Zukunftsmärchens versucht unser Auge die unscharf gezeigte Objekte zu fokussieren, so wie wir es in der realen Welt ständig tun. In der virtuellen 3D-Kinowelt ist allerdings vorgegeben, was scharf und fokussiert ist und welche Bildteile außerhalb des Fokus und damit unscharf sind. Das heißt unser Hirn und unsere Augen scheitern bei “Avatar” (und anderen 3D-Filmen) daran, selber zu bestimmen, was wir uns genauer anschauen möchten, da die Dreidimensionalität nur vorgegaukelt wird. Und das führt zu Kopfschmerzen.

Der Trick, um Filme wie „Avatar“ auch ohne Aspirin danach genießen zu können:

Betrachtet bei einem Film wie „Avatar“ lediglich den Bereich des Bildes zu, der auch scharf dargestellt wird. Dabei handelt es sich um den Bereich der jeweiligen Szene, auf dem der Schwerpunkt der Inszenierung ruht.

Natürlich ist es insbesondere bei einem vor Details förmlich überbordenden Film wie „Avatar“ sehr schwierig, den Blick nicht frei schweifen zu lassen, doch unscharf dargestellte Objekte wirst du nicht scharfstellen können.

Außerdem ist es sinnvoll, möglichst genau in der Mitte des Bildes zu sitzen, da an dieser Position das Bild so gezeigt wird, wie es vom Regisseur gewollt ist. Und halte deinen Kopf so gerade wie möglich, denn bereits bei einer leichten Schieflage beginnt das Bild zu verschwimmen.

Oder noch einfacher: Schau dir einfach die 2D-Version an …

1 Kommentar

Ist schon ein anderes Erlebnis den Film in 3D zu sehen. Bei 2D ist man’s gewohnt sich auf Köpfe oder zentrale Handlungen zu konzentrieren. In 3D hat man den Fokus aber auch mal auf dem Unterarm des Hauptdarstellers – weil eben dieser eben in dem Moment im Vordergrund ist :)

1. Klaus d'Abo Kommentar vom 28. April 2010 um 17:25

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